Es gibt kein Patentrezept, mit dem man jeden Vogel garantiert und ohne Probleme nach einem festen Schema innerhalb einer bestimmten Zeit zähmen kann. Wellensittiche haben genau wie wir Menschen eigene Persönlichkeiten, die bei den Bemühungen, die Tiere zu zähmen, unbedingt berücksichtigt werden sollten. Ein scheuer Vogel sollte sanfter behandelt werden als ein neugieriger Wellensittich. Außerdem sollte man beim zähmen die eigenen Erwartungen an den Vogel niemals zu hoch setzen. Es sind mehr die kleinen Ziele, die man ins Auge fassen sollte. Geduld ist bei der Zähmung eines Wellis das A und O. Respekt sollte man dem Vogel entgegenbringen.

Das Vertrauen zum Vogel gewinnen
Am leichtesten gelingt die Zähmung eines Wellensittichs, wenn der Vogel schon Vertrauen zu seiner Bezugsperson hat und keine Angst vor dem Menschen hat. Ein Vertrauensverhältnis bricht leicht, wenn uns Federlosen der kleinste Fehler unterläuft. Dies kann auch eine hektische Handbewegung in der Nähe des Vogels sein oder aber wenn man seine Privatsphäre verletzt. Wenn man ihn zb. berührt, während er schläft. Es ist deshalb wichtig, die Körpersprache der Wellensittiche ein wenig zu kennen, so dass man die Stimmungen und Empfindungen der Vögel an ihrer Körperhaltung ablesen kann, wenn man sich intensiv mit ihnen beschäftigt, um sie zu zähmen.

Der größte Fehler ist es, einen noch nicht zahmen Wellensittich in die Hand zu nehmen und Ihn zu streicheln.

Wellensittiche sind keine Kuscheltiere.

Sie mögen es nicht, wenn sie in die Hand genommen werden, und auch Streicheln lassen sich nur ganz zutrauliche Vögel. Sie mögen es lieber am Kopf gekrault zu werden. Die Vögel signalisieren selbst, wenn sie gekrault werden möchten. Sie drehen dann das aufgeplusterte Kopfgefieder in Richtung der Bezugsperson. Niemals sollte man einen Vogel zum Kraulen zwingen, das zerstört das Vertrauen wieder.

 

                                                                                                                         

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