Diese Seite möchte ich gerne meinem Sohn Pierre widmen!

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Mein Sohn Pierre ist am 22.06.2011 an "akuter lymphatischer Leukämie" verstorben.

Als Gedenken an Ihn möchte ich Ihm diese Seite widmen.  

Es hat zwar nichts mit "Wellensittichen" zu tun aber es ist mir sehr wichtig!

Vielleicht auch um meine Trauer um Ihn zu bewältigen. 

 Wer mag, darf hier gerne eine Kerze für Pierre anzünden! Das Forum des Welliflüsterers hat diese Seite damals für Pierre eingerichtet. Dafür bin ich sehr dankbar.

An dieser Stelle vielen Dank an alle Foris und an Gerd 

Pierre wird euch bestimmt irgendwie dafür danken!

 

 Auf diesen Fotos unten, ist das erste und zweite Bild Pierre´s Schwester Carola, Pierre´s bester Freund Torben Seeliger und seine Frau Nadine zu sehen.

Torben und Nadine´s Sohn Ben ist am 25.01.2012 geboren.

 

Das Leben meines Sohnes Pierre! 

Pierre wurde am 21.Januar 1984 im Sternzeichen des Wassermannes  geboren, hat die Schule ordentlich abgeschlossen und hat seine Lehre mit Bravour als Tischler absolviert.

In Kunst und Zeichnen hatte Er immer eine 1 auf dem Zeugnis.

Pierre war immer fleißig und hatte steht´s ein lächeln auf dem Gesicht.

Ich glaube es gibt kein Foto wo Er nicht drauf lächelt.

Seit seinem 10.ten Lebensjahr war Pierre Mitglied in der freiwilligen Feuerwehr Eversburg und hat seinen Dienst steht´s mit Freude und Ehrgeiz geleistet.

Pierre´s bester Freund ist/war Torben Seeliger und seine Frau Nadine, die ich hier mit Namen nenne.

Auf Torben und Nadine konnte Pierre sich jederZeit verlassen.

Dort hatte Er sogar ein eigenes Zimmer wenn es mal sehr spät am Abend wurde, hat Er dort geschlafen.

Torben und Pierre sind/waren wie Brüder.

 

Pierre liebte schnelle Autos und Freizeitparks.

Süßigkeiten und Red Bull und natürlich nicht zu vergessen

 

Am 25.November 2010 haben wir durch Zufall die Diagnose:

"Akute Lymphatische Leukämie"bekommen.

Der Arzt sagte zu Pierre: " Ohne Chemo haben Sie noch drei Wochen zu leben und ansonsten eine 30% ige Überlebenschance."

 

Wir fragten Ihn, ob es ein Witz sei und wenn sei es ein sehr schlechter.

Der Arzt verneinte es und sagte: "Es sei Schicksal".

Ab 01.12.2010 war Pierre mit kurzen Unterbrechungen in der Uniklinik Münster.

Dort gab man uns von Anfang an ein gutes Gefühl und die Überlebenschancen seien dort auch nicht 30% sondern mindestens 70%.

Man sagte uns, die Heilungschancen seien sehr gut.

 

So gingen Pierre und auch wir mit sehr viel Hoffnung in die Uniklinik und vertrauten dort den Ärzten.

Meinem Sohn ging es immer gut, Pierre ist sogar noch am 10.04.2010 mit dem Fahrrad zur Feuerwehr gefahren.

Nie hat Er sich bei den Chemo übergeben oder fühlte sich übermäßig unwohl. 

 

Am 12.04.2010 mußte Pierre wieder in die Uniklinik.

Dieses Mal aber ins (KMT)

= Knochenmark-Transplantations-Zentrum.

Absolut isoliert.

Kein Fenster zu öffnen und auch sonst keinen Kontakt zu anderen Menschen.

Untersucht wurde Pierre nur wenn es unbedingt sein musste und dann auch nur in steriler Kleidung.

Alles ist dort steril.

Zeitungen, Geschirr, Besteck, Wäsche und sogar das Essen und so schmeckte es dann auch.

Egal, wir nahmen alles in Kauf.

Pierre wollte ja Leben und hatte noch so viele Pläne und Wünsche die Er verwirklichen wollte.

 

Es wurde alles gründlich untersucht.

Der Spender sei mit den HLA´s kompatiebel lt. Ärzte.

 

Die Spenderin ist 31 Jahre alt, wiegt 63 KG und kommt aus Deutschland.

Am 19.04.2011 war es dann soweit.

Pierre hat eine Knochenmark-Transplantation bekommen die er sehr gut angenommen hat aber leider hat das neue Knochenmark ihn abgewiesen.

Sodass er eine GVHD bekam.

Es war die Hölle.

Freitag den 13.Mai wurde er dann auf die Intensivstation verlegt.

Am 19.Mai 2011 hat er diese wieder verlassen da es ihm wesentlich besser ging.

Erst Anfang Juni ging es ihm nicht besonders gut um nicht zu sagen sehr schlecht.

Zwischendurch bekam er eine Photopyrese und kompletten Blutaustausch sowie Plasma.

 

Dann verlor er sein Augenlicht und hat sehr darunter gelitten.

Der Arzt meinte es läge an der trockenen Luft dort.

Fast hätte ich mich mit dem Arzt angelegt, da fehlte nicht viel.

Kurze Zeit später kam er wieder auf die Intensivstation aber meiner Meinung nach zu spät.

Er klagte schon vorher über Schmerzen in verschiedene Bereichen und wurde schwach und schwächer.

 

Im Bauchraum sammelte sich mehr als 30 Liter Wasser und mein Kind musste punktiert werden.

 

Bei der Punktion am 05.06.2011 mußten die Ärzte reanimieren.

Das Herz versagte.

Pierre´s Leber und Nieren versagten und eigenständig atmen konnte mein Sohn nun nicht mehr.

Er brauchte Unterstützung.

 

So wurde mein Kind an ein Atmungsgerät angeschlossen und auch permanent an der Dialyse.

Mir hat man einen Leelsorger besorgt weil die Ärzte angst hatten ich würde durchdrehen.

Selbstverständlich habe ich mit ihm gesprochen weil ich Angst hatte sie würden mich in die Psychatrie einweisen.

 

Irgendwann ich glaube am 10.Juni habe ich dann meine Handschuhe ausgezogen und den Mundschutz entfernt.

Hoffnung hatte ich sowie mein Mann und unsere Tochter immer noch denn man hält sich an dem dünnsten Strohhalm fest.

Ich habe meinen Sohn in den Arm genommen und ihn ganz nah an mich gezogen.

 

Mein Mann sah mich an und wollte was sagen aber er tat es nicht. Darauf sagte der Arzt zu meinem Mann:" Wenn sie möchten Herr Flemming dürfen sie auch ihre Handschuhe und Mundschutz entfernen!"

Da wusste ich mein Kind stirbt.

 

Am 22.06.2011 war ein wunderschöner Regenbogen am Horizont.

Ich bin überzeugt, dass es ein Zeichen war.

 

Die Brücke zum Regenbogenland!

 

Pierre wollte sich, nachdem er irgendwann wieder gesund war, einen Phönix auf den Rücken tätowieren lassen.

Das war sein Ziel und Traum.

Der Phönix aus der Asche zum ewigen Leben.

Leider war es ihm nicht mehr möglich.

Wir haben uns entschlossen, diesen Phönix auf seinen Grabstein Meißeln zu lassen.

DEr Grabstein ist nicht graviert sondern von Hand gefertigt.

Der Steinmetz hatte unser Vertrauen und freie Hand

 

Es war keine klassische/gewöhnliche Trauerfeier.

 

Wir haben uns entschieden nicht mit dummen Seidentüchern und Rosenblätter schmücken zu lassen, denn das wäre nicht Pierre  gewesen und auch nicht in seinem Interesse!

 

Wir wollten, dass man sich an Ihn erinnert!

Es sollte ein unvergessener Tag für alle anwesenden werden.

Auch wenn es sehr, sehr schwer war und so hätte es Pierre sicher auch gewollt.

Über eine Trauerfeier oder den Tod haben wir mit Pierre leider nie gesprochen, da niemand von uns damit gerechnet hat.

Wir alle waren davon überzeugt Pierre schafft es und Pierre war immer davon überzeugt.

 

Unser Sohn hat sooo gekämpft, gelitten und am Ende alles verloren.

Aber diese Trauerfeier mit allem, was dort von Star Wars, Star Trek etc. aufgestellt und dekoriert war, war unserem Sohn in jeder Hinsicht würdig, das kann ich mit ruhigen Gewissen behaupten.

 

*21.01.1984 +22.06.2011

 

 

 

Solange man einen Menschen tief in seinem Herzen trägt, kann man Ihn nicht verlieren!

(1103) 01.07.2014  3 Jahre und 8 Tage

Ganz weit draußen am Ende des Regenbogens
werde ich auf Euch warten,
werde sitzen bleiben
mit verschränkten Armen über den Knien,
damit ihr nicht seht und nicht zu früh erfährt
mit welcher Sehnsucht ich Euch erwartet habe.

 

 
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© by Kerstin Flemming

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